Initiativen aus der Truppe und leitender
Ärzte der Schnellen Medizinischen Hilfe führten nach dem Mauerfall zum Aufbau
eines Luftrettungsdienstes.

Mit einer umgebauten Mi-8 Salon (flying hospital) erfüllte die 3.HS ab Ostern 1990 am RZ Bad Saarow eine neue wichtige Aufgabe. Der Hubschrauber Mi-8S taktische Nummer „911“ wurde wegen fehlender Lasten-Winde als Rettungshubschrauber mit SMH beschriftet. „Christoph 37“ konnte gleichzeitig bis zu 3 Patienten transportieren und war in maximal 15 Minuten nach Alarmierung im Umkreis 50 km von Bad Saarow am Einsatzort (Primäreinsatz). Die Belastungen im täglichen Dienst sind außerordentlich hoch gewesen. Im Rettungseinsatz kam dann noch die hohe psychische Anspannung dazu. Der letzte wöchentliche Bereitschaftsdienst war am 01.10.1990 beendet.
Die Einsätze trugen sicher oft zur Rettung von Menschenleben bei, obgleich sich viele Anwohner, wegen der enormen Geräuschentwicklung oft beschwerten.
Mit dem Umbau wurden mitgeführt:
Behälter Oxigen (2 Flaschen Sauerstoff 10 l)- Sauerstoffanlage.
Fest eingebaut: Kasten für Medikamente, Zahnstange für medizinische Werkzeuge und Vorrichtungen.
Vorhanden war der Arbeitsplatz für medizinisches Personal (Arzt + 2 Schwestern), Waschbecken, Toilette,
zwei Krankentragen (in verschiedenen Positionen einstellbar),
Notfallkoffer mit div. Verbandsmaterial,
AMBU Beatmungsbeutel, Blutdruckmessmanschette, Stethoskop, Guedeltubi, usw.,
Notfallkoffer Intubation,
Defibrillator,
Absauggerät für Flüssigkeiten im Mund und Rachenbereich,
Vakuummatratze, Schaufeltrage,
Hals-Wirbelsäulen (HWS)Stützkragen,
Drahtleiter Schienen (Für Frakturen), Pneumatische Kammerschienen (Für Frakturen),+
Bergetücher,
umfangreiches Verbandmaterial incl. Verbrennungsset,
verschiedene Infusionslösungen, Infusionssysteme,
Venenverweilkanülen, Vena-Cava-Punktionsset, Spritzenmaterial, Pharyngealtuben,
Notfallmedikamente,
Desinfektionslösung,
Amputatbeutel,
Sofort-Kältekompressen,
Schienenmaterial, Ersatzbeatmungsbeutel, Vorrat Einmalhandschuhe, Hygieneartikel.