[Mi-8 Salon]


 

Kurzer historischer Abriß - eine Zeitreise

Die Geschichte der 3. Hubschrauberstaffel ist in erster Linie die Geschichte des TG-44. Entsprechend dem Befehl 60/57 des Ministers für Nationale Verteidigung vom 29. Juli 1957 war bis zum 15. August 1957 das Regierungs- und Verbindungsfliegergeschwader der Deutschen Demokratischen Republik zu bilden. Als Standort wird Marxwalde (bis 01.05.1949 = Neu-Hardenberg) bestimmt, dessen Bau bereits 1956 auf historischen Gelände begann. Den Stamm des späteren Transportfliegergeschwaders 44 bildeten 32 Flieger, Unteroffizier und Offiziere unter dem Kommandeur der Einheit Hauptmann Kurt Bauditz. Die Einheit wird ab 01.11.1957 dem Chef der Luftstreitkräfte, Generalmajor Heinz Keßler, direkt unterstellt (siehe Chronik der LSK/LV). Ihre allgemeine Bezeichnung lautet "Regierungsfliegerstaffel" (Reg.Staffel). Die Struktur sah vor, insgesamt drei Staffeln zu bilden.


CHRONIK:

  • Die 1. Staffel sollte bis zum endgültigen Auffüllungsstand, (3. Quartal 1960) aus 5 x IL-14 und 3 x Baade-152 bestehen.
  • Die 2. Staffel aus 3 x Flugzeugen vom Typ AN-2 und
  • die 3. Staffel sollte aus 7 x Hubschraubern vom Typ Mi-1 (SM-1) und Mi-4 bestehen.
  • Bis zur Fertigstellung des Flugplatzes Marxwalde hatte die 1. Staffel ihren Standort in Niederlehme und die 2. Staffel in Strausberg. Die erste Staffel bildete den Stamm des Transportfliegergeschwaders. Ihr Kommandeur war Major Bauditz.
  • Nach Fertigstellung des Flugplatzes Marxwalde erfolgte am 06. April 1959 mit 6 x IL-14 die Verlegung an den endgültigen Standort. Schon 1960 wurde hier auf den Flugzeugtyp IL-18 umgeschult.
  • Im Jahr 1962 erfolgte die Umbenennung in "Selbständige Transportfliegerstaffel".
  • Am 01.12.1965 wird die Einheit in Transportfliegerstaffel 29 (TFS-29) umbenannt.
  • Um den wahren Standort der Regierungsstaffel zu verschleiern, wurde der "Flugplatz Wriezen" (ETWN) erfunden, bekannt nach der etwa 15 km nordwestlich von Marxwalde liegenden Kleinstadt.
  • Das TFS-29 wird zum Transportfliegergeschwader 44 (TFG-44). Das Geschwader wird dem Kommando LSK/LV direkt unterstellt.
  • Seit 1969 gehören nun auch Tu-134 und seit 1978 die IL-62M zum Ausrüstungsbestand. Die Selbständige Kette IL-62M hatte seinen Standort in Diepensee.
  • Im Mai 1969 wurde aus der Fliegertechnischen Kompanie das Fliegertechnische Bataillon (FTB)29, das spätere FTB-44. Die Kontroll- und Reparaturstaffel (KRS) erhielt eine eigene Halle und das Nachrichten- und Flugsicherungsbataillon (NFB) 8 sorgte für die Sicherstellung der Flüge des TG-44.
  • Die ehemaligen 4. Kette wird am 01.02.1973 die 3. Hubschrauberstaffel.
  • 1973 Umbenennung von " TFG-44" in "TG-44".
  • Mit Beginn der 70er Jahre setzte die Zeit der diplomatischen Anerkennung der DDR durch immer mehr Staaten ein. Damit erhöhten sich die Aufgaben des TG-44.
  • Am 7.Oktober 1974 erhielt das Geschwader eine eigene Truppenfahne verliehen.
  • Am 01.03.1976 erhält das Truppenteil seinen Traditionsnamen "Arthur Pieck". A. Pieck (Sohn von Wilhelm Pieck, war Generaldirektor der Fluggesellschaft Deutsche Lufthansa (Ost) und der späteren Interflug. Von 1961 bis 1965 war er stellvertretender Minister für Verkehrswesen und Leiter der Hauptverwaltung Zivile Luftfahrt)
     
  • Oberstleutnant Jakob meldet dem Geschwaderkommandeur Oberst Gleis am 14.4.1989 das Eintreffen der ersten Tu-154.
  • Am 30.September 1990 erfolgte der letzte Appell des TG-44. Oberstleutnant Jakob übernahm die Führung des Geschwaders.